Die Traumwelt

April 25, 2008


Des Nächtens Schatten türmen sich
Im leichenblass fahlen Mondeslicht
Wolken quellen dunkelbunt ganz dicht
Versinken in all des Träumen’s Nichts
Gedankenerkenntnis von allem Sein
Im leichenblass fahlen Mondesschein
In gar düst’rem gespalt’nem Züngelreim
In der Träume seltsam’ Welt erkeimt
Düsterzauber regt sich in welch’ Nebel grau
Im leichenblass fahlen Mondesschein genau
Schleichend durch des Herbstes traurig’ Laub
Kälte erhebt sich, mir Atem den raubt
Dort wo sich Gedankeblitze treffen ewig
Bleiben nur Träume und Wolken selig
Für die Ewigkeit bleib ich hier stetig
Im scharrend’ Düsterschloss das Funkeltor
Ohne Schlüssel steige ich hervor
Aus dem seltsamen Schatten empor
Schwebe über uraltem Bleiernmoor
Die Grüfte aus spröd monotonem Gestein
Im leichenblass fahlen Fackelsschein
Der Mond lebt nicht mehr im Sein
Sein Licht nimmermehr uns scheint
Schreie klingen schrill und vertraut
In meinem Kopf singen Stimmen laut
Über weissgrau triste Eb’nen drifte Ich
Des Leben’s Licht ganz langsam verblich
Da verliere in wirren Träumen ich mich
Weiter ins Ungewiss ich schlich
Und erwachen werde ich mehr nicht
Für manch’ Mensch ist Traum nur unbedeutend’ Bild
Für mich die Essenz des Lebens, mein Flammenschild

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